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Nasse Katzen

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Krüger Teil 2. Wir schulen um. Wir haben ein lukratives neues Geschäftsmodell entwickelt.  Wir werden Regenmacher.  Dürre irgenwo? Wir kommen vorbei und der Niederschlag ist garantiert. In satten, ergiebigen, rekordverdächtigen Mengen. Nach dem nassesten Herbst und Winter und einem grauenhaften Start in den Frühling haben wir am anderen Ende des Landes im Krüger Nationalpark die Trockenzeit beendet. Und wie. Und wie schnell. Wir haben nur 2 Tage dafür gebraucht.  Wir haben wirklich schon in Regen gecampt. In viel Regen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich schonmal in einem solchen Regen gezeltet hatte. Es war beeindruckend. Genauso wie der Temperatursturz von 20 Grad. Wir konnten tatsächlich neben unseren Regenjacken die Pullover wirklich gut gebrauchen konnten. Die Jungs-schmeißt-mal-die-Regenjacken-in-den-Koffer-man-weiß-ja-nie-Regenjacken. Aber wenn wir was gelernt haben, dann in diesem Land nie ohne ein weiteres Stück Oberbekleidung das Haus zu verlassen. Wir hatten...

Alles für die Katz

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 Was macht man nicht alles für so ein paar Kätzchen? Löwenkätzchen, Leopardenkätzchen, Gepardenkätzchen... Was wir in Namibia an Extrem-Zelten bei eisigen Temperaturen hatten, hier haben wir das Gegenteil. Zelten extrem bei Temperaturen an die 40 Grad. Aber wir wollten es ja nicht anders. Vor wenigen Tagen noch über das nass-kalte Kapstadt beschwert, haben wir bekommen, wonach wir gefragt hatten. Es ist heiß hier im Krüger. Sehr heiß. Man möchte gerne eines der speckigen Nilpferde oder der trägen Krokodile sein, die den ganzen Tag im Wasser abhängen können. Oder so ein Büffel, der nicht durch die Gegend kurven muss auf der Suche nach mehr Tieren, neuen Tieren, Katzentieren. Ganz entspannt könnte man im Schatten liegen und wiederkäuen, hätte man ja schließlich auch Interesse an zu ziemlich allem, außer irgendwelchen großen Katzen zu begegnen.  Aber fangen wir von vorne an. Die ersten Tage hier im Osten, die uns bisher durch drei Provinzen mit den schönen Namen Gauteng, Limpopo ...

Begegnungen

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Auf ins nächste Abenteuer! Die Frühlingsferien haben begonnen!  Wir befinden uns auf dem Flug nach Johannesburg, wo ein schöner, großer Mietwagen, die Sonne und eine neue Reise auf uns warten. Tatsächlich sehen wir unter uns das braune Land der Karoo, was bedeutet, dass dort unten kein Nebel und kein wolkenverhangener Himmel herrschen. Und die Farbe Braun bedeutet, dass es irgenwo in diesem Land offenbar auch Gegenden gibt, in denen es zuletzt etwas anderes gemacht hat als regnen. Kapstadt hat uns heute Morgen farblos verabschiedet. Wir haben uns in den letzten Wochen fast stoisch an einen wolkenverhangenen Berg, eine Sintflut nach der anderen und das wild tosende, ungehaltene Meer gewöhnt. Wir waren live und grau in grau dabei, als in den vergangenen Monaten ein Wetterrekord nach dem anderen gebrochen wurde. Und die Rekorde haben alle eines gemeinsam: sie waren nass. Und kalt. Es gab Unwetter, bei denen die Welt auf der anderen Straßenseite zu enden schien. Man fühlte sich wie auf...

Wale

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Ihr Lieben, ich bin Euch ja sowas von einen Post schuldig. Wie lieb, dass wir schon Anfragen bekommen haben, ob alles in Ordnung ist, weil ich so lange nicht geschrieben habe. Danke. Und ja, es ist alles in Ordnung. Wir sind im neuen Haus angekommen und erfreuen uns jeden Tag am Blick auf den Tafelberg und über die Stadt bis zum Hafen, den wir vom Schlafzimmer und unserem Holzdeck haben. Es war eine gute Entscheidung, das mit dem Umzug. Hier lief zwar auch nicht alles nur reibungslos, aber ein Neustart tut manchmal Wunder und plötzlich kann man alles, was so schief läuft, wieder viel besser ertragen.  Unser vom Garub Blaster zerstörtes Auto wurde inzwischen begutachtet und als Totalschaden anerkannt, so dass wir aus der Sache wirklich ganz glimpflich herausgekommen sind.  Garub Blaster, was um alles auf der Welt ist der Garub Blaster? Unbedingt  HIER  nachlesen. Schon alleine, weil man ja nie weiß, wann man mal in einen Sandsturm kommt. Und dann ist es besser zu wiss...

Grüne Hölle

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Zurück in Kapstadt! 6.900 Kilometer in vier Wochen. Davon etwa die Hälfte auf Schotter-, Sand-, und Geröllpiste oder unserem auf Lieblingsstraßenbelag, Salzstraße. Wenn man bedenkt, dass die Strecke von Kapstadt bis zum Etosha hoch und die Fahrt von der Grenze zurück ans Kap auf Asphalt waren und etwa 2.800 Kilometer ausmachten, dann sind wir in Namibia verdammt viel auf staubigen Straßen unterwegs gewesen und haben verdammt viele unterschiedliche Arten von Waschbrett kennengelernt. Feines Waschbrett, grobes Waschbrett, hartes Waschbrett, sandiges Waschbrett, staubiges Waschbrett, Reifenkillerwaschbrett, Stoßdämpfertöterwaschbrett, Aufsetzwaschbrett, ratterndes, rappelndes, schaukelndes, vibrierendes, donnerndes oder surrendes Waschbrett. Alles, was die Straßenwaschküche so im Angebot hat. Es war tatsächlich ein besonderer Moment, als wir den letzten Abschnitt Schotter verlassen haben. Fast ein bisschen traurig war es. Aber auch so heeeerrlich ruhig. Wir haben erfolgreich den Oranje un...

Bye bye Namibia

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Namibia hat uns denkwürdig verabschiedet. Nicht nur mit dem unvergesslichen Garub Blaster.  Nein, die letzten Tage hat die Landschaft es nochmal so richtig krachen lassen für ein Finale furioso. Nach unserer Flucht aus Aus kamen wir bei einer Lodge mit dem Namen Alte Kalköfen unter, in einer ehemaligen Kaltbrennerei. Sollte jemand mal in der Nähe sein, wir können sie wärmstens empfehlen. Die Besitzer sind überaus kreative Leute, die nach dem Erwerb des Grundes neben der Ruine der Kalkbrennerein hauptsächlich einen Schrottplatz vorgefunden haben. Sie haben den Schrottplatz dann durchforstet und aus dem, was sie gefunden haben, eine irre und einmalige Lodge aufgebaut mit Bungalows, Restaurant, einem Pool und drei wunderschönen Stellplätzen für Camper.  Die Frau ist außerdem Hobbygärtnerin und sammelt und züchtet lebende Steine und Sukkulenten. Wow, ich hätte nie gedacht, dass es alleine in Namibia und Südafrika so viel verschiedene lebende Steine gibt. Und wie unterschiedlich si...

Garub Blaster oder im Sandsturm

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Wisst Ihr, was ein Sandsturm mit einem Auto macht? Nein? Dann will ich es Euch erzählen. An unserem Abfahrstag von Lüderitz war der Himmel so gelb wie am Tag zuvor, die Sonne verborgen hinter etwas, von dem wir nicht ahnten, was es ist. Leider waren wir an jenem Morgen so organisiert, dass wir weder weitere Teile in der Wäscherei als vermisst reklamieren, noch im Supermarkt Essen für die nächste Etappe besorgen mussten. Wir hatten bereits den Reifendruck von Schotterstraße auf Asphalt angepasst und auf der Rückbank gab es keinen Streit um einen letzten, lebenserhaltenden Tropfen in einer Wasserflasche, der uns zu einem Wasserkaufstopp angeregt hätte. Und so fuhren wir los.  Leider.  Denn irgendjemand hätte uns sicher gewarnt. Wir fuhren los nach Osten. Anfangs gab es kleine Sandverwehungen auf der Straße, so wie wir es auf dem Hinweg bei sehr viel heitererem Himmel auch erlebt hatten. Etwas später kamen wir an einem Sandräumer vorbei, der gerade eine neue kleine Babydüne von d...