Heute war unser letzter Tag in Hanoi und jetzt ist es auch gut.
Irgendwie war heute nicht unser Tag aber das kann es ja auch nicht immer sein.
Sandi ist in der Früh durch Hanoi geflitzt, hat unsere Pässe an der Laotischen Botschaft abgeholt und unsere nächsten Tage in der Halong Bay gebucht.
Hier waren wir ja seit Tagen sehr unentschlossen gewesen, wie wir unseren Halong Bay Ausflug organisieren sollen. Selber oder mit einer Tour, 2 Tage oder mehrere, mit oder ohne Aufenhalt auf einer Insel, mit Übernachtung auf Boot oder gleich nur eine Tagestour, wenn Insel dann welche und wie lange.... was für Entscheidungen, wir Armen, werdet ihr denken
Wir haben uns jetzt für 4 Tage entschieden mit verlängertem Aufenthalt auf der Insel Monkey Island. Da haben die Kinder dann zwei Tage Strand und können sich von unseren Städteaufenthalten mal ein bisschen erholen. Da können sich unsere Äffchen dann zu den dort lebenden gesellen und werden gar nicht weiter auffallen.
Heute wollten wir nochmal einen Versuch starten, das Ho Chi Minh Mausoleum zu besuchen. Auf dem Weg dorthin ist Raphael in einen Rinnstein gefallen, in dem knöcheltief ein Schlamm stand, der so aussah und roch wie das, was in einer Kläranlage im Ölabscheider hängen bleibt. Panisch haben wir Raphael auf der Straße aus seiner Hose gepellt und ich bin zum Hotel zurück gelaufen, um die versaute Hose im Waschbecken mit nem halben Kilo Waschmittel einzuweichen und eine frische Hose zu holen. Gut, dass wir noch zwei Hosen haben und noch nicht eine der Gewichtsreform zum Opfer gefallen war. INteressant fand ich, dass Raphael ohne Hosen nicht mehr Aufsehen erregt als Raphal mit Hosen. Da fällt mir ein, die Schuhe müssen auch gleich noch einer sehr gründlichen Reinigung unterzogen werden.
Das Ho Chi Minh Mausoleum soll ja auch sehr interessant sein, diesmal hatten wir die Öffnungszeiten sogar nachgelesen. Entweder wurden sie aber seit dem Erscheinen unseres Reiseführers geändert (wobei man nicht wirklich von Erscheinen sprechen kann bei unserer Lonely Planet Raubkopie, welche wir hier für 2 Euro auf der Straße erstanden haben) oder es war schon immer Stuss was drinsteht, auf alle Fälle war das Mausoleum zu. Also wieder nur der riesige Platz, auf dem sich wahrscheinlich zu Öffnungszeiten hunderte von Menschen tummeln und in langen Schlagen warten, um einen kurzen Blick auf ihren über alles verehrten Onkel Ho werfen zu können, und die weiß gekleideten Soldaten mit den Pfeifen im Mund, die sehr penibel darauf achten, dass niemand und auch wirklich niemand dem Mausoleum, dem heiligsten aller Heiligtümer der Vietnamesen zu nahe kommt. Dort dürfen dann auch nichtmal blondgelockte Kinder hin.
Dann also eine kurze Umplanung und der Besuch des sog. Literaturtempels. Uns wird von diesem Tempel in Erinnerung bleiben, dass er ziemlich alt ist (in schlappen 59 Jahren wird er seinen 1000. Geburtstag feiern), dass dort viele Schildkröten aus Stein waren und noch viel mehr Chinesen, die alle Raphael anfassen wollten. Chinesen, die im Urlaub sind, scheinen noch versessener auf blonde Kinder zu sein, als solche, die sich in ihrem Alltag befinden. So war ja auch in Guilin, wo auch sehr viele urlaubende Chinesen waren, die Stadt mit dem größten Hysteriefaktor in ganz China. Die Kinder werden die großen Bronzevögel und die Wasserbecken in Erinnerung behalten, um die eine Reihe Pflaster gelegt ist, was eine wunderbare Schiene abgibt, so dass sie mit hochroten und verschwitzten Köpfen (wenigstens müssen die Leute dann in pitschnasse Haare langen, hähähä) Runde um Runde um dieses Wasserbecken gedreht haben während Sandi und ich uns nach einer Bank gesehnt haben. Ansonsten war der Tempel schon sehr schön aber wie gesagt, heute war irgendwie nicht unser Tag.
Danach hatten wir noch ein mittelmäßiges Abendessen und zwei überdrehte Kinder, die sich im Hotel mit leeren Wasserflaschen bekämpft haben. Aber besser mit leeren als mit vollen und besser mit leeren Wasser- als mit den auch rumstehende Bierflaschen, in sofern kann man ja schonmal froh sein, dass anscheindend noch nicht alle Schrauben restlos locker sind.

Jetzt freuen wir uns auf die Halong Bay und ein bisschen Meeresbrise. Philipp und Raphael werden lange Gesichter machen, wenn wir dort ankommen, denn für sie ist die Halong Bay in erster Linie unser Stamm-Asia-Takeaway in Solln, nach dem die Bucht benannt wurde und von deren Frühlingsröllchen sich Raphael ziemlich ausschließlich ernähren würde, wenn seine intoleranten Eltern ihn lassen würden.
Ob wir auf Monkey Island Internet haben werden, wissen wir nicht, wenn nicht, melden wir uns wieder aus Danang oder Hoi An, ein gutes Stück weiter unten im Süden, wohin wir dann direkt durchfahren werden.

Drückt uns die Daumen für ein paar Sonnenstrahlen in der Halong Bay!

Kommentare

  1. scheint ja wirklich kein Inet auf der Affeninsel zu geben.
    Oder es ist so schönes Wetter, dass Ihr den Schlepptop im Rucksack lasst. ;-)

    Ich schau morgen wieder vorbei.

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  2. Ich bin auch schon gespannt auf eure neuesten Erlebnisse und schaue bald wieder vorbei! Seid ganz lieb gegrüsst und ich hoffe, es geht euch gut!

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