Visawahnsinn
Wir hatten ja zu Hause beschlossen, unsere Visa für China und Vietnam erst hier in Hongkong zu besorgen. Leider war uns ja bei der Flugbuchung nicht bewusst gewesen, dass wir hier 3 Tage vor einer veranmmelten und verriegelten Stadt stehen werden, in der man natürlich auch kein Visum besorgen kann. Das ist uns dann zwar schon noch zu Hause aufgefallen, da war es aber zu spät und den Flug hätten wir deshalb natürlich nicht umgebucht.
Also, heute ist Montag und wir hatten voller Tatendrang vor, zumindest eines der beiden Visa heute Vormittag klar zu machen. Aber wie die Erbs eben so sind, ist der Tatendrang meist abends größer als am nächsten Morgen, wenn die Taten anstehen. Also haben wir (wie fast immer) gebummelt und standen zu spät vor der Chinesischen Visastelle. Da dachten wir, wir könnten eben ums Eck zur Vietnamesischen Botschaft und dort unser Glück probieren. Ums Eck ist in Hongkong aber nicht unbedingt nur ums Eck und der nächste Weg muss erstmal gefunden werden. Wir also die Kinder mit Schokolade bestochen (danke, globalisierte Welt, für die Kinderriegel) und die beiden im Schweinsgalopp hinter uns her gezerrt. Pünktlich waren wir dann auch vor der Vietnamesischen Botschaft. Aber leider war entgegen der Ansage auf dem Anrufbeantworter heute gleich ganz zu. Unsere Kinder müssen so begröppelt ausgesehen haben, da hat der nette Herr an der Rezeption uns doch empfohlen, den Armen im gegenüberliegenden Restaurant was zu essen zu kaufen.
Dann also nach einem Kinderriegel und ein paar Gebäckteilen zurück zur Chinesischen Visastelle, dort sollte die Mittagspause ja bald rum sein. Diesmal gab es auch einen kürzeren Weg. Dafür war dann aber vor der Botschaft eine Schlage, bei deren Anblick mir sofort der Gedanke kam, wo das nächste Reisebüro ist, um einen Flug nach Hanoi/Vietnam zu buchen, und China auszulassen, da es so aussah als würden wir ohnehin die komplette für China eingeplante Zeit in dieser Schlange verbringen. Es war dann aber halb so schlimm. Drinnen haben wir bemerkt, dass wir unsere eigens für Visazwecke dutzendfach mitgeführten Passbilder in unserer Unterkunft vergessen haben. Und warum wir zumindest bei Raphael nicht darauf angewiesen sein wollten, Bilder in einem Automaten anfertigen lassen zu müssen, hat er uns dann auch gleich gezeigt, denn ein Raphael lässt sich nicht in einen Fotoautomaten stecken und fotografieren, auch nicht wenn die sehr liebe Fotoautomatenbediendame ihn auf Chinesisch und Englisch noch so freundlich bezirzt, doch bitte in den roten Kreis zu schauen. Aber auch hier tut das Schokoladenversprechen wahre Wunder. Ein Lächeln kann man dann zwar noch nicht erwarten aber immerhin einen Schmollmund in besagtem roten Kreis.
Dann also Formulare losgeworden, die Pässe auch, angeblich bekommen wir sie am Donnerstag mit den Visa zurück. Große Hoffnung macht uns ein Franzose, der Sandi erklärt hat, er wäre schon zum 4. Mal da, weil immer was nicht gepasst hat...
Und weil die armen Kinder so brav waren (zumindest nach europäischem Standart, nach asiatischen Standart waren sie zwei lärmende Rotzlöffelchen) durften sie dann den restlichen Nachmittag auf ihrem neuen Lieblingsspielplatz im Hongkong Park spielen. Dort ernten sie dann strenge Blicke und Ermahnungen anderer Eltern, wenn sie die Rutsche verkehrt herum raufklettern und sich in der Schlange zur Schaukel oder zur Riesentunnelrutsche vordrängeln. Raphael mit seinen zwei Jahren setzt sich da locker gegen eine vierköpfige Grupper aufgedrehter Zehnjähriger durch... in Sachen Ellenbogen ausfahren und sich sein Recht erkämpfen gehen unsere Kinder schon durch eine härtere Schule als ihre asiatischen Altersgenossen... in Sachen Höflichkeit, Geduld und Zuvorkommenheit stehen sie ihnen dafür meilenweit nach.
Naja, Raphael und Philipp stört das nicht, die hatten trotzdem einen Heidenspaß.
Mittlerweile isst zumindest Philipp auch gern mal etwas, das er nicht kennt und hat heute kleine Fischbällchen für sich entdeckt. Die schauen aus wie Flummis, fühlen sich an wie Flummis und würden auch sicher wieder auf den Teller zurückhüpfen wie Flummis, wenn man sie auf den Boden fallen lassen würden (Vielleicht probieren wir das morgen mal aus?). Schmecken tun sie wie, hmmm, Flummi mit Fischgeschmack?
Raphael hält sich wie zu Hause an eine reine Trennkost: morgens Milch (die wird uns arm machen!) und den restlichen Tag Kohlenhydrate (Brot und Reis). Insofern nichts neues.
Für die Designerläden war leider keine Zeit, nur für die Muttern. Davon haben wir 2 gekauft: eine zu große und eine zu kleine...
Also, heute ist Montag und wir hatten voller Tatendrang vor, zumindest eines der beiden Visa heute Vormittag klar zu machen. Aber wie die Erbs eben so sind, ist der Tatendrang meist abends größer als am nächsten Morgen, wenn die Taten anstehen. Also haben wir (wie fast immer) gebummelt und standen zu spät vor der Chinesischen Visastelle. Da dachten wir, wir könnten eben ums Eck zur Vietnamesischen Botschaft und dort unser Glück probieren. Ums Eck ist in Hongkong aber nicht unbedingt nur ums Eck und der nächste Weg muss erstmal gefunden werden. Wir also die Kinder mit Schokolade bestochen (danke, globalisierte Welt, für die Kinderriegel) und die beiden im Schweinsgalopp hinter uns her gezerrt. Pünktlich waren wir dann auch vor der Vietnamesischen Botschaft. Aber leider war entgegen der Ansage auf dem Anrufbeantworter heute gleich ganz zu. Unsere Kinder müssen so begröppelt ausgesehen haben, da hat der nette Herr an der Rezeption uns doch empfohlen, den Armen im gegenüberliegenden Restaurant was zu essen zu kaufen.
Dann also nach einem Kinderriegel und ein paar Gebäckteilen zurück zur Chinesischen Visastelle, dort sollte die Mittagspause ja bald rum sein. Diesmal gab es auch einen kürzeren Weg. Dafür war dann aber vor der Botschaft eine Schlage, bei deren Anblick mir sofort der Gedanke kam, wo das nächste Reisebüro ist, um einen Flug nach Hanoi/Vietnam zu buchen, und China auszulassen, da es so aussah als würden wir ohnehin die komplette für China eingeplante Zeit in dieser Schlange verbringen. Es war dann aber halb so schlimm. Drinnen haben wir bemerkt, dass wir unsere eigens für Visazwecke dutzendfach mitgeführten Passbilder in unserer Unterkunft vergessen haben. Und warum wir zumindest bei Raphael nicht darauf angewiesen sein wollten, Bilder in einem Automaten anfertigen lassen zu müssen, hat er uns dann auch gleich gezeigt, denn ein Raphael lässt sich nicht in einen Fotoautomaten stecken und fotografieren, auch nicht wenn die sehr liebe Fotoautomatenbediendame ihn auf Chinesisch und Englisch noch so freundlich bezirzt, doch bitte in den roten Kreis zu schauen. Aber auch hier tut das Schokoladenversprechen wahre Wunder. Ein Lächeln kann man dann zwar noch nicht erwarten aber immerhin einen Schmollmund in besagtem roten Kreis.
Dann also Formulare losgeworden, die Pässe auch, angeblich bekommen wir sie am Donnerstag mit den Visa zurück. Große Hoffnung macht uns ein Franzose, der Sandi erklärt hat, er wäre schon zum 4. Mal da, weil immer was nicht gepasst hat...
Und weil die armen Kinder so brav waren (zumindest nach europäischem Standart, nach asiatischen Standart waren sie zwei lärmende Rotzlöffelchen) durften sie dann den restlichen Nachmittag auf ihrem neuen Lieblingsspielplatz im Hongkong Park spielen. Dort ernten sie dann strenge Blicke und Ermahnungen anderer Eltern, wenn sie die Rutsche verkehrt herum raufklettern und sich in der Schlange zur Schaukel oder zur Riesentunnelrutsche vordrängeln. Raphael mit seinen zwei Jahren setzt sich da locker gegen eine vierköpfige Grupper aufgedrehter Zehnjähriger durch... in Sachen Ellenbogen ausfahren und sich sein Recht erkämpfen gehen unsere Kinder schon durch eine härtere Schule als ihre asiatischen Altersgenossen... in Sachen Höflichkeit, Geduld und Zuvorkommenheit stehen sie ihnen dafür meilenweit nach.
Naja, Raphael und Philipp stört das nicht, die hatten trotzdem einen Heidenspaß.
Mittlerweile isst zumindest Philipp auch gern mal etwas, das er nicht kennt und hat heute kleine Fischbällchen für sich entdeckt. Die schauen aus wie Flummis, fühlen sich an wie Flummis und würden auch sicher wieder auf den Teller zurückhüpfen wie Flummis, wenn man sie auf den Boden fallen lassen würden (Vielleicht probieren wir das morgen mal aus?). Schmecken tun sie wie, hmmm, Flummi mit Fischgeschmack?
Raphael hält sich wie zu Hause an eine reine Trennkost: morgens Milch (die wird uns arm machen!) und den restlichen Tag Kohlenhydrate (Brot und Reis). Insofern nichts neues.
Für die Designerläden war leider keine Zeit, nur für die Muttern. Davon haben wir 2 gekauft: eine zu große und eine zu kleine...
yep, ihr seid 3 stunden hinter uns her. falls ihr mal anrufen wollt, ihr wisst ja meine nummer und skype details.... :)
AntwortenLöschenxoa
Hallo Antje,
AntwortenLöschenhab ich mittlerweile auch herausgefunden an so einem - wie nennt man das eigentlich, wenn Uhren in einer Reihe hängen udn verschiedene Zeiten in verschiedenen Städten anzeigen?? - nach Du weißt schon. Sowas war auf alle Fälle in der Stadt und hat auch Sydney angezeigt.